7). Wenn der Calvinismus richtig ist, existiert das Böse eigentlich gar nicht.
Viele Calvinisten behaupten, dass alles – wirklich alles – was geschieht Gottes Wille ist; Gott hat alles vorherbestimmt und kontrolliert alles was auf der Erde geschieht. Da Gott per Definition gut und Liebe ist, bedeutet die calvinistische Lehre, dass alles, was geschieht gut und liebevoll ist; nur können wir Menschen diese Tatsache nicht erkennen, weil wir „das große Ganze von Gottes Masterplan“ nicht sehen können.
Auf den ersten Blick widerspricht die Bibel dieser Behauptung über Gottes angeblichen „Masterplan“. Gott hat uns sein Wort gegeben, um uns über ihn und das Leben zu lehren, und es offenbart klar das Gute und wie man gut handelt, sowie das Böse und welche Gedanken und Handlungen böse sind. Die Bibel sagt sogar: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen“, Jesaja 5:20. Indem sie alles was geschieht zu einem Teil von Gottes Masterplan und von Gott selbst vorherbestimmt machen, leugnen Calvinisten nicht nur das echte Böse, sondern machen das Böse sogar zum Guten. Darüber hinaus unterscheidet die Bibel klar zwischen Gut und Böse, sodass der Calvinismus nicht Recht haben kann, wenn er alles zu Gottes Willen und damit zu Gutem erklärt.
8). Der Calvinismus schafft für Christen ein Paradoxon*.
*der allgemeinen Meinung entgegenstehender, sonderbarer Lehrsatz
Der Calvinismus macht Gott zum Urheber der Sünde und des Bösen, und die Bibel fordert uns auf, Gott nachzuahmen, Epheser 5:1. Um Gott nachzuahmen, müssten wir also sündigen und Böses tun. Die Bibel gebietet Christen jedoch nicht zu sündigen und nichts Böses zu tun. Da wir Gott nicht gehorchen würden, wenn wir ihm nacheifern, ohne Sünde und Böses zu verursachen, da das Verursachen von Sünde und Bösem einen anderen Gebot Gottes brechen würde, schafft der Calvinismus ein unüberwindbares Paradoxon für Christen.
Die einfache und biblische Antwort auf dieses Paradoxon lautet, dass Gott nicht der Urheber von Sünde und dem Bösen ist. Wie die Bibel sagt, ist Gott gut und liebevoll, und er gebietet uns ebenfalls so zu sein. Manche Menschen bezeichnen sich als Calvinisten, behaupten aber auch, dass Gott Sünde nicht verursacht, sondern nur „zulässt”. Der Calvinismus behauptet jedoch, dass Gott der Urheber und Gestalter hinter jeder Handlung und jedem Ereignis ist und dass alles was geschieht seinem Willen entspricht. Zu sagen, dass er Sünde nur zulässt, ist daher ein Widerspruch und eine Doppelzüngigkeit*. Die einzige Möglichkeit, dass es Sünde geben kann, ohne dass Gott ihr Urheber ist, besteht darin, dass Menschen (und auch Dämonen) einen echten freien Willen haben.
* unaufrichtiges Verhalten, indem bei verschiedenen Gelegenheiten oder gegenüber unterschiedlichen Parteien unterschiedliche, widersprüchliche Dinge gesagt werden.
9). Einige Calvinisten behaupten, dass Menschen einen freien Willen haben, obwohl Gott ihr Schicksal vorbestimmt.
Einige Calvinisten glauben, dass Menschen einen freien Willen haben, aber Gott ihr ewiges Schicksal bestimmt. Um diese widersprüchlichen Dinge zu glauben, müssen Calvinisten den freien Willen jedoch so definieren, dass ein Mensch das tut was er tun will, auch wenn er keine andere Wahl treffen kann. Für diese Calvinisten macht die gefallene Natur des Menschen und Gottes Vorherbestimmung es sicher, dass Menschen, denen Gott nicht hilft, nur eine schlechte Entscheidung nach der anderen treffen können, aber diese schlechten Entscheidungen werden „freiwillig” getroffen. Die Logik sagt uns jedoch, das wenn eine Person keine andere Wahl hat als schlechte Entscheidungen zu treffen, sie dann eigentlich keinen freien Willen hat. Die eigentliche Definition des freien Willens ist, dass eine Person Dinge tun kann, die sie derzeit nicht tut. Es gibt keinen logischen Grund, den freien Willen als „eine Person kann nur eine schlechte Entscheidung treffen” zu definieren. Der freie Wille beinhaltet, alle Entscheidungen die man hat, abzuwägen und dann eine Entscheidung zu treffen, etwas zu tun, unabhängig davon, ob diese Entscheidung gut oder schlecht ist. Ein Individuum mit freiem Willen kann sich für das ewige Leben mit Gott entscheiden, anstatt in der Hölle zu verbrennen.
Wir behaupten, dass die historische arminianische oder libertäre Definition des freien Willens die richtige Definition ist: die Fähigkeit sich zu entscheiden etwas anderes zu tun als das, was man gerade tut.
Und das ist die Definition des freien Willens, die heute weltweit akzeptiert ist: Menschen die anderen Schaden zufügen werden von Familienmitgliedern, Kollegen, Beratern, der Polizei usw. aufgefordert, damit aufzuhören und stattdessen Gutes und Hilfreiches zu tun. Die Welt funktioniert nach dem Prinzip, dass Menschen ihr Verhalten ändern können und diese Annahme findet sich auch in der gesamten Bibel wieder. Nach dieser Definition des freien Willens kann ein Sünder die Entscheidung treffen, mit dem Sündigen aufzuhören und Gottes Angebot der Erlösung anzunehmen.
10). Der Calvinismus überbewertet die Macht der gefallenen Natur des Menschen.
Es ist zwar wahr, dass jeder Mensch gefallen ist und eine sündige Natur hat, aber Calvinisten lehren, dass die gefallene Natur es den Ungeretteten unmöglich macht eine wirklich „gute“ Entscheidung zu treffen, wie zum Beispiel die Entscheidung für die Erlösung. Calvinisten lehren, dass der gefallene Mensch nur die Wahl treffen kann eine schlechte Tat nach der anderen zu begehen, aber nicht, eine „gute” Tat anstelle einer schlechten zu wählen. Dies ist jedoch nur eine Annahme die ihrer Theologie entspricht. Es gibt keinen Biblischen Vers der besagt, dass die gefallene Natur des Menschen, die Menschen davon abhält eine gute Entscheidung zu treffen. Ganz im Gegenteil.
Wenn man die Bibel auf einfache und direkte Weise liest, kann man in vielen Versen sehen, dass Gott die gefallenen Menschen auffordert, sich für ihn und die Erlösung zu entscheiden. Darüber hinaus sagt uns die Bibel, dass Gott verärgert und zornig ist, wenn ungerettete Menschen sich nicht dafür entscheiden, Gutes zu tun. Nicht errettete Menschen treffen ständig „gute” Entscheidungen; Entscheidungen über ihr Geld, ihren Beruf, ihre Freunde, ihre Gesundheit usw. Die Entscheidung, ewig zu leben, anstatt für immer zu sterben, ist eine „natürlich” kluge Entscheidung, genauso wie es eine „natürlich” kluge Entscheidung ist, sich gesund zu ernähren und Sport zu treiben, um besser und länger zu leben. Diese klugen Entscheidungen erfordern keine göttliche Intervention.
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